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Als sich Berlin Ende des vergangenen Jahrhunderts zur Industriemetropole mauserte, entwickelte sich auch ein neuer Erwerbszweig: die Ausflugsgastronomie. Damals lag Grünau noch weit vor den Toren der Stadt und war eine beliebte Wochenendoase. Fast am Wasser wurde vor 130 Jahren eine Restauration eröffnet, wo sich die Gäste frisch gebrühten Kaffee und hauseigenes Gebäck munden lassen konnten.

Das 1870 von Otto Kerger gegründete „Kaffeehaus mit Konditorei“  wurde 1903 durch Paul und Anna Liebig aus Warmbrunn in Schlesien auf eine Annonce hin erworben .Um sich gegen die Konkurrenz der Riviera zu behaupten, nutzte er die Sehnsucht der Menschen nach der guten alten Zeit vor 1914 und gestaltete sein Haus nach dem ersten Weltkrieg zu einem Jugendstilcafé um . Seitdem trägt das Café auch seinen Namen.

Wände erhielten Pastelltöne, reich verzierte, geschnitzte Trennwände und Türen mit geschliffenen Glasornamenten sowie Spiegelsäulen gehörten dazu.

Halbrunde Lampen – so genannte Kristallbusen – hängen seitdem an den Stuckdecken. Das riesige Holzbüffett mit seinen Kristallspiegelfenstern sowie die Registrierkasse von 1898 stammen noch von Otto Kerger.

 

 

 

 

Nach Paul Liebigs Tod 1940 übernahm seine älteste Tochter das Unternehmen des Vaters. Seit Mitte der 50er Jahre bewirtschaftete die HO das Café, doch arbeitete stets einer aus der Familie mit, zuletzt Paul Liebigs Enkelin Ingrid. Nach vielen Höhepunkten und auch Tiefpunkten ist das Kaffee Liebig ein Anziehungspunkt im Süd-Osten Berlins geworden.

Die 120 Plätze in der Weinstube, dem Café-Haus, der Mokka-Bar, der Veranda und im Garten sind ständig ausgebucht.   

Ein großes Stammpublikum hält dem Café Liebig schon jahrelang die Treue und kommt regelmäßig. Manche Gäste entschuldigen sich sogar telefonisch beim Personal, wenn sie einmal verhindert sind.

Begehrtester Sitzplatz ist Tisch Nummer 13 - der „große Runde“, wie es im Liebig-Jargon heißt. Dieser steht direkt unter dem großen, mit Pfauenornamenten bemalten Fenster. Lieblingsplatz von Schriftsteller Stefan Heym war der Tisch 23 in der Mokka-Bar. Auch Herbert Köfer hat hier schon seinen Geburtstag gefeiert.

Im Caféhaus herrscht Wiener Atmosphäre. So kann man jetzt beispielsweise „Wiener Kaffee“ oder „Kaffee Coretta“ genießen.